Allgemein
Der Reiter "Allgemein" enthält die grundlegenden Einstellungen des Unified Application Managers. Die hier gepflegten Werte stehen anschließend beim Anlegen und Bearbeiten von Applikationen zur Verfügung.
Jeder Bereich lässt sich über das Pluszeichen auf- und zuklappen. Innerhalb eines Bereichs werden Einträge über "Add" hinzugefügt sowie über "Edit" und "Delete" bearbeitet oder gelöscht. "Edit" und "Delete" sind erst aktiv, wenn ein Eintrag ausgewählt ist.

UAM Kategorien
In diesem Bereich können Kategorien hinzugefügt, bearbeitet und gelöscht werden. Einer Applikation können mehrere UAM-Kategorien zugewiesen werden.
UAM-Kategorien werden ausschließlich im Unified Application Manager geführt und nicht nach Intune übertragen. Sie dienen der eigenen Gliederung und sind in der Applikationsübersicht als eigene Spalte verfügbar.

UAM Status
In diesem Bereich können Status hinzugefügt, bearbeitet und gelöscht werden. Einer Applikation kann genau ein Status zugewiesen werden.

Zuweisungsgruppen
Unter "Zuweisungsgruppen" werden die Zuweisungen hinterlegt, die beim Anlegen einer Applikation automatisch gesetzt werden. Die Einstellungen entsprechen den Zuweisungsoptionen in Intune.
Die Pflege erfolgt je Intune-Verbindung über die Reiter oberhalb der Bereiche. Unterschieden wird nach den drei Zuweisungsarten:
| Required | Die Applikation wird auf den Geräten der zugewiesenen Gruppe verpflichtend installiert. |
| Available | Die Applikation wird der zugewiesenen Gruppe im Firmenportal zur Installation angeboten. |
| Uninstall | Die Applikation wird auf den Geräten der zugewiesenen Gruppe deinstalliert. |
Ein Eintrag wird über "Add" angelegt. Der Dialog entspricht den Zuweisungseinstellungen, die auch in Intune selbst zur Verfügung stehen. Pflichtfelder sind mit einem Stern markiert.

Über "Enabled" wird gesteuert, ob die Zuweisung angewendet wird. Ist sie deaktiviert, bleibt der Eintrag erhalten, wird aber beim Anlegen einer Applikation übersprungen.
Assignment settings
| Group mode | Legt fest, ob die Gruppe eingeschlossen ("Included") oder ausgeschlossen ("Excluded") wird. |
| Administrative unit | Verwaltungseinheit, aus der die Gruppe stammt. Bleibt das Feld leer, wird der gesamte Tenant durchsucht. |
| Group name | Name der Gruppe, der die Applikation zugewiesen wird. Hier können Platzhalter verwendet werden, die beim Anlegen der Applikation aufgelöst werden, zum Beispiel {DisplayName}_{Language}. |
| Description | Freitext zur Beschreibung der Zuweisung. |
App settings
| End user notifications | Steuert, welche Benachrichtigungen der Endbenutzer während der Installation erhält. |
| Delivery optimization priority | Legt fest, mit welcher Priorität der Inhalt heruntergeladen wird. |
| Time zone | Bestimmt, ob die Zeitangaben in UTC oder in der Zeitzone des Geräts ausgewertet werden. |
| Availability | Zeitpunkt, ab dem die Applikation bereitsteht. Ohne Angabe steht sie unmittelbar nach der Bereitstellung zur Verfügung. |
| Installation deadline | Zeitpunkt, bis zu dem die Installation erfolgt sein muss. Nur für Zuweisungen vom Typ "Required" relevant. |
| Restart grace period | Legt fest, ob dem Benutzer nach der Installation eine Frist bis zum Neustart eingeräumt wird. |
Die Werte entsprechen den gleichnamigen Einstellungen in Intune. Eine Beschreibung der einzelnen Optionen findet sich in der Microsoft-Dokumentation.
Herausgeber
In diesem Bereich wird die Liste der bekannten Hersteller gepflegt. Sie ist bereits mit den gängigen Herstellern vorbelegt und kann jederzeit ergänzt, bearbeitet oder gekürzt werden.
Die Liste wird herangezogen, sobald der Hersteller aus der Quelldatei ausgelesen wurde. Anschließend wird versucht, einen passenden Eintrag in dieser Liste zu finden, um fehlerhafte Angaben zu korrigieren – zum Beispiel "Microsft" zu "Microsoft".

Sprachen
In diesem Bereich werden Sprachen-Wertepaare aus Schlüssel ("Key") und Ersetzungswert ("Name") gepflegt. Sie können hinzugefügt, bearbeitet oder gelöscht werden.
Der Unified Application Manager erkennt beim Einlesen von Quelldateien die hinterlegte Sprache – am zuverlässigsten bei MSI-Dateien. Anhand dieser Liste wird der erkannte Wert vereinheitlicht, aus "German (Germany)" wird so zum Beispiel "German".

Benutzerdefinierte Eigenschaften
Beim Erstellen von Applikationen aus Setup-Quellen werden Eigenschaften aus der Quelldatei ausgelesen. Zusätzlich zu diesen Eigenschaften können unter "Benutzerdefinierte Eigenschaften" eigene Eigenschaften definiert und anschließend verwendet werden.

Eine benutzerdefinierte Eigenschaft besteht aus folgenden Werten:
| Type | Definiert, welche Werte eingetragen werden dürfen:
|
| Name | Anzeigename der Eigenschaft |
| Place holder | Platzhalter, über den die Eigenschaft in Vorlagen angesprochen wird |
| Default value | Standardwert, mit dem die Eigenschaft vorbelegt wird |
Erstellung einer benutzerdefinierten Eigenschaft
Beispiel für das Hinzufügen oder Bearbeiten einer benutzerdefinierten Eigenschaft vom Typ "Lookup". Bei diesem Typ werden die zulässigen Werte zusätzlich unter "Lookup values" gepflegt. Über "Default value" wird festgelegt, welcher dieser Werte vorbelegt wird.

Beispiel
Die Eigenschaft "Architecture" existiert innerhalb einer MSI-Datei nicht. Durch das Erstellen der benutzerdefinierten Eigenschaft "Architecture" kann sie mit einem Standardwert definiert werden.

Unter "Applikation erstellen" können benutzerdefinierte Eigenschaften in den Vorlagen für die Quelldateien verwendet werden, in diesem Beispiel "Architecture".

Im "Create from Setup Wizard" wird der Wert unter "App information" durch die benutzerdefinierte Eigenschaft ausgefüllt, obwohl er nicht aus der Quelldatei ausgelesen werden kann. Bei der Eigenschaft "Architecture" kann aus den Werten ausgewählt werden, die unter "Lookup values" definiert worden sind.

