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Übertragungsrichtungen

Eine Konfiguration arbeitet immer in genau einer Richtung.

Upload

Daten werden aus einer SQL-Datenquelle in den Data Service übertragen.

Typischer Einsatz:

  • Tabellen oder Views aus einer SQL-Umgebung bereitstellen
  • ausgewählte Spalten in den Data Service übertragen

Download

Daten werden aus dem Data Service in eine lokale SQL-Datenbank übertragen.

Typischer Einsatz:

  • Daten aus dem Data Service lokal bereitstellen
  • Objekte in eine lokale Zieldatenbank übernehmen

Voraussetzungen

Vor der produktiven Nutzung müssen folgende Punkte geklärt sein:


Erste Inbetriebnahme

1. Anwendung starten

Nach dem Start zeigt die Anwendung den Verbindungsstatus zum Data Service an.

Solange keine gültige Service-Verbindung hinterlegt ist:

  • können keine neuen Konfigurationen sinnvoll angelegt werden
  • der Status bleibt auf nicht verbunden

2. Service-Verbindung einrichten

Öffne den Dialog zur Service-Verbindung und pflege folgende Angaben:

  • URI des Data Service
  • Port
  • API Key
  • optional Proxy aktiviert
  • optional Proxy-Server
  • optional Proxy-Port
  • optional Proxy-Benutzername
  • optional Proxy-Passwort

Beim Speichern wird die Verbindung direkt geprüft. Nur bei erfolgreicher Prüfung wird die Änderung übernommen.

Wenn die Prüfung fehlschlägt:

  • bleiben die bisherigen Werte erhalten
  • die neue Eingabe wird verworfen
  • eine Fehlermeldung wird angezeigt

3. Erfolgreiche Verbindung erkennen

Eine erfolgreiche Verbindung erkennt man daran, dass der Status als verbunden angezeigt wird. Erst danach sollten Konfigurationen angelegt werden.

DataServiceConnected.png


Arbeiten mit Konfigurationen

Eine Konfiguration beschreibt genau einen Übertragungsfall.

Neue Konfiguration anlegen

Beim Anlegen gibst du an:

  • Name der Konfiguration
  • Richtung: Upload oder Download

Regeln:

  • der Name darf nicht leer sein
  • der Name muss eindeutig sein

Configuration.png

Nach dem Anlegen erscheint die Konfiguration als eigener Arbeitsbereich.

Konfiguration umbenennen oder Richtung ändern

Eine bestehende Konfiguration kann bearbeitet werden. Der Name bleibt weiterhin eindeutig. Die Richtung bestimmt die weitere Oberfläche und den späteren Übertragungsweg.

Konfiguration löschen

Beim Löschen wird die gesamte Konfiguration inklusive der zugeordneten Objekt- und Spaltenauswahl entfernt. Vor dem Löschen erscheint eine Sicherheitsabfrage.


Aufbau einer Konfiguration

Jede Konfiguration besteht aus zwei Ebenen:

  1. Verbindungsangaben zur SQL-Seite
  2. Ausgewählte Datenobjekte mit Spaltenauswahl und Laufzeithistorie

SQL-Verbindungsangaben

Je nach Übertragungsrichtung pflegst du hier typischerweise:

  • Server Name
  • Port
  • Database Name (nur bei einem Download)
  • Timeout in Seconds
  • Windows-Authentifizierung oder Benutzer/Passwort

Besonderheiten:

  • bei aktivierter Windows-Authentifizierung sind Benutzername und Passwort nicht erforderlich.

Beispielkonfigurationen

Uplad:

UploadConnection.png

Download:

DownloadConnection.png

Verbindung prüfen

Mit Connect wird die SQL-Verbindung geprüft und der Objekt-Explorer mit Daten befüllt.

Voraussetzungen dafür:

  • gültige Service-Verbindung
  • bei Download zusätzlich eine definierte Datenbank

Wenn die Verbindung fehlschlägt:

  • wird der Objekt-Explorer zurückgesetzt
  • es werden keine übertragbaren Objekte angezeigt
  • eine Fehlermeldung erscheint

Datenobjekte auswählen

Nach erfolgreicher SQL-Verbindung können im Objekt-Explorer Tabellen oder Views auswählt werden.

Auswahlprinzip

  • Es werden Server, Datenbanken sowie Tabellen und Views einschließlich Spaltennamen angezeigt.
  • Wählbare Objekte können per Kontrollkästchen markiert werden.
  • Beim Aktivieren eines Objekts wird es der Konfiguration hinzugefügt.
  • Beim Deaktivieren wird es aus der Konfiguration entfernt.

Was nach der Auswahl passiert

Sobald ein Objekt markiert und fokussiert ist, zeigt die Anwendung:

  • die enthaltenen Spalten
  • den Übertragungsstatus der einzelnen Spalten
  • Zielangaben für Schema und Tabelle
  • Laufzeithistorie des ausgewählten Objekts

Zusätzlich wird bei Upload-Konfigurationen die Anzahl der Datensätze des ausgewählten Objekts angezeigt, sofern sie ermittelt werden kann.

Object-Explorer-Download.png


Spaltenauswahl

Für jedes ausgewählte Objekt wird eine Spaltenliste angezeigt.

Table-Download.png

Bedeutung

  • aktiv: Spalte wird übertragen
  • inaktiv: Spalte wird nicht übertragen

Hinweise

  • Nicht unterstützte Datentypen werden in der Oberfläche hervorgehoben.
  • Solche Spalten sollten von der Übertragung ausgeschlossen werden.
  • Die Oberfläche zeigt deutlich an, ob ein Objekt grundsätzlich übertragen werden kann oder ob Einschränkungen vorliegen.

Unsupported_Table.png


Zielschema und Zieltabelle

Je nach Richtung können Zielschema und Zieltabelle vorbelegt oder bearbeitbar sein.

Upload

Bei Upload gilt standardmäßig:

  • Zielschema ist zunächst auf dbo gesetzt
  • Zieltabellenname wird zunächst aus dem Quellobjekt übernommen

SchemaTable.png

Download

Bei Download gilt standardmäßig:

  • Zielschema wird zunächst aus dem Quellobjekt übernommen
  • Zieltabellenname wird zunächst aus dem Quellobjekt übernommen

Bei bereits gespeicherten Objekten können Zielschema und Zieltabellenname angepasst werden.

SchemaTable2.png


Statusmeldungen in der Objektansicht

Die Anwendung bewertet ausgewählte Objekte und blendet dazu Hinweise ein.

Typische Aussagen sind:

  • das Objekt kann übertragen werden
  • das Objekt enthält nicht unterstützte Spalten
  • das Objekt existiert bereits auf der Gegenseite
  • das Objekt existiert bereits und enthält zusätzlich nicht unterstützte Spalten

Diese Hinweise sind als unmittelbare Entscheidungshilfe gedacht. Vor einer Ausführung sollten problematische Objekte oder Spalten bereinigt werden.

ObjectHistory.png


Speichern

Einzelne Konfiguration speichern

Save speichert die aktuell ausgewählte Konfiguration.

Alle Konfigurationen speichern

Save all speichert alle geänderten Konfigurationen.

Wann gespeichert werden kann

Speichern ist nur möglich, wenn die jeweilige Konfiguration gültig ist.

Nicht gespeicherte Änderungen werden in der Oberfläche sichtbar markiert.

Beim Beenden der Anwendung

Wenn noch nicht gespeicherte Änderungen vorhanden sind, erscheint eine Rückfrage. Erst nach Bestätigung werden die Änderungen verworfen.


Manuelle Ausführung in der grafischen Anwendung

Einzelne Konfiguration ausführen

Execute startet die aktuell ausgewählte Konfiguration.

Tastenkürzel:

  • F5 für die aktuelle Konfiguration

Alle Konfigurationen ausführen

Execute All startet alle vorhandenen Konfigurationen.

Tastenkürzel:

  • Shift + F5 für alle Konfigurationen

Verhalten vor der Ausführung

Vor einer Ausführung wird die Konfiguration automatisch gespeichert.

Ergebnis

Nach Abschluss erscheint eine zusammenfassende Meldung:

  • Transfer done. bei erfolgreicher Ausführung ohne erkannte Objektfehler
  • Transfer done with errors. wenn mindestens ein Objekt fehlerhaft war
  • There was nothing to do. wenn keine ausführbare Konfiguration vorlag

Konsolenanwendung

Die Konsolenanwendung ist für automatisierte oder geplante Ausführungen gedacht.

Zweck

Sie führt alle bereits gespeicherten Konfigurationen nacheinander aus.

Voraussetzungen

  • mindestens eine zuvor gespeicherte Konfiguration
  • gültige Service-Verbindung
  • gültige SQL-Verbindungen in den Konfigurationen

Verhalten

  • alle Konfigurationen werden geladen
  • jede Konfiguration wird ausgeführt
  • Fehler in einer Konfiguration beenden nicht zwingend den gesamten Lauf sofort
  • das Gesamtergebnis wird über den Prozess-Rückgabecode signalisiert

Rückgabecode

  • 0 = alle ausgeführten Konfigurationen ohne gemeldeten Fehler abgeschlossen
  • 1 = mindestens eine Konfiguration oder mindestens ein Objekt endete fehlerhaft

Das ist für Aufgabenplanung, Überwachung und Skriptsteuerung entscheidend.


Empfohlener Arbeitsablauf

Variante A: Upload einrichten

  1. Service-Verbindung korrekt einrichten.
  2. Neue Konfiguration mit Richtung Upload anlegen.
  3. SQL-Verbindungsdaten pflegen.
  4. Verbindung mit Connect prüfen.
  5. Gewünschte Tabellen oder Views markieren.
  6. Spaltenauswahl prüfen und problematische Spalten abwählen.
  7. Zieltabellenname prüfen.
  8. Konfiguration speichern.
  9. Testlauf mit Execute durchführen.
  10. Ergebnis über LastMessage und LastRuntime kontrollieren.

Variante B: Download einrichten

  1. Service-Verbindung korrekt einrichten.
  2. Neue Konfiguration mit Richtung Download anlegen.
  3. SQL-Zielverbindung inklusive Datenbank pflegen.
  4. Verbindung mit Connect prüfen.
  5. Gewünschte Objekte markieren.
  6. Zielschema und Zieltabelle prüfen.
  7. Spaltenauswahl prüfen.
  8. Konfiguration speichern.
  9. Testlauf mit Execute durchführen.
  10. Ergebnis kontrollieren.

Variante C: Automatisieren

  1. Alle Konfigurationen in der grafischen Anwendung vollständig testen.
  2. Danach die Konsolenanwendung in einen geplanten Lauf einbinden.
  3. Den Rückgabecode 0 bzw. 1 in der Überwachung auswerten.
  4. Bei Fehlern die letzte Meldung pro Objekt in der grafischen Anwendung prüfen.

Typische Fehlerbilder

Service-Verbindung ungültig

Symptome:

  • Status bleibt auf nicht verbunden
  • neue Konfigurationen sind nicht sinnvoll nutzbar
  • Verbindungsprüfung schlägt fehl

Prüfen:

  • URI
  • Port
  • API Key
  • Proxy-Angaben
  • Erreichbarkeit des Dienstes

SQL-Verbindung ungültig

Symptome:

  • Connect schlägt fehl
  • Objekt-Explorer bleibt leer oder wird zurückgesetzt

Prüfen:

  • Server
  • Port
  • Datenbank
  • Authentifizierungsart
  • Benutzername/Passwort
  • Berechtigungen
  • Netzwerkzugang

Änderungen gehen beim Schließen verloren

Ursache:

  • Konfiguration wurde geändert, aber nicht gespeichert

Abhilfe:

  • vor dem Schließen speichern
  • Warnabfrage nicht unbedacht bestätigen